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das universum...

    ...wird von knapp einem dutzend intelligenter Spezies bevölkert.

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[Beta-Pictor] [Cassiopier] [Metonoiden] [...und andere]

[physis]
Beta-Pictor werden in Klontanks je nach Bedarf erzeugt. Das Auffälligste sind ihre 12 großen Tentakel, die den zentralen Thorax tragen. Ihr Kopf ist mit zwei dreicksförmigen Augen ausgestattet sowie zwei ausgeprägten Schlitzen in den Backentaschen, die jedoch nicht der Nahrungsaufnahme, sondern der Geräuscherzeugung (Fauch- und Schreilaute) und damit der Kommunikation dienen. Hinter den Stimmembranen liegen Häutchen für den Geruchsinn.
Die Tentakel werden dicker, wenn sie Kraft ausüben (und beispielsweise den Körper im aufrechten Stand halten, wofür der Beta-Pictor gewöhnlich zwei verwendet, es sei denn, er rennt).
Auch der Kopf kann um einige Zentimeter zusätzlich gereckt werden. Die beiden dreieckigen Augen nehmen die Umgebung durch deren statische Aufladung dar, was diese Wesen von der Dunkelheit unbeeinflusst lässt.

Das Gesicht und den Hals teilt eine von oben nach unten verlaufende, narbenähnliche Vertiefung, die durch ihr dunkelgrau von dem graugrün des übrigen Körpers hervorsticht. Schallwellen werden hier aufgefangen und für den Beta-Pictor hörbar. Im Körper selbst fließt kein Blut, sondern regelmäßige Energieimpulse.
Zum Überleben benötigt der Beta-Pictor hochfrequente elektromagnetische Strahlung, die vielerorts auf natürliche Weise vorkommt. Nahrungsaufnahme gibt es im terranischen Sinne nicht, stattdessen läd der Beta-Pictor seine Körperenergie in speziellen Vorrichtungen wieder auf.
Ihre Heimatwelt ist den Terranern unbekannt, auch wenn zuerst der Stern Beta-Pictoris als Ursprungsort vermutet wurde (die ersten beta-pictorischen Kriegsgefangenen im Großen Krieg deuteten bei der Frage nach ihrer Herkunft auf Beta-Pictoris, worauf die Rasse von den Menschen "Beta-Pictor" getauft wurde). Beta-Pictor können rund 60 Standardjahre alt werden.

[geschichte]
Die ferne Vergangenheit des Kontinuums liegt für terranische Xenohistoriker im Dunkeln. Durch die Cassiopier und andere Rassen konnten sie jedoch einiges rekonstruieren. Demnach eroberte das Beta-Pictor-Kontinuum große Teile der Galaxie und muss schon früh über Überlichttechnologie verfügt haben.
Jedoch ist das Kontinuum in seiner Ausbreitung noch sehr jung, verglichen mit den alten, längst vergangenen, riesigen Reichen der Teraden und der Veganoiden. Zu Beginn der Eroberungen haben sich die Beta-Pictor auf den galaktischen Kern konzentriert und weiteten sich erst danach Richtung Sol aus.

Die Cassiopische Völkerföderation verhinderte um 2300 ein Vordringen des Kontinuums in den Sol-Sektor, weil ihr weites Territorium dazwischen lag. Es folgte ein langer und erbitterter Krieg zwischen den beiden Mächten. Aber die zahlenmäßige Überlegenheit der Beta-Pictor siegte über die hochentwickelte Technik der Insektenwesen und zwang die stolze Völkerföderation in die Knie. Das Kontinuum verzichtete überraschenderweise weitgehend auf die Annexion der cassiopischen Systeme. Sie nahmen ihnen wichtige Errungenschaften ab und zerstörten die Pläne oder verlangten Reparationszahlungen in Form von Sklaven, Gütern oder wissenschaftlichen Forschungen. Damit hat sich das Kontinuum den Hass der Cassiopier verdient.

Die Terraner sind, so glaubt man, das bisher einzige Volk, welches dem Kontinuum im Großen Krieg erfolgreichen Widerstand geleistet hat. Die panmetonoidische Konföderation war zwar ein guter Verbündeter der Invasoren, aber die Strategien waren einfach grundverschieden und es wurde keine optimale Zusammenarbeit erzielt.
Während des Großen Krieges musste das Kontinuum außerdem mit einer anderen, mächtigen Rasse in Konflikt geraten sein, denn die beta-pictorischen Interessen verlagerten sich und die Militäraktionen gegen die Terraner gerieten ins Stocken, nach 2526 verhielt man sich defensiv. Am Ende überließ das Kontinuum den Menschen über 350 Sternensysteme, ohne dies anscheinend als großen Verlust anzusehen. Ein Waffenstillstandsvertrag wurde abgeschlossen, der bis heute Gültigkeit hat.
Das Kontinuum lässt wenige fremde Schiffe ein paar seiner Sternensysteme bereisen, und dies nur mit einem schwerlich zu ergatterndem Visum.

[gesellschaft & kultur]
Die Beta-Pictor leben in einem Semi-Kollektiv, welches sie als "Das Kontinuum" bezeichnen. Unterbewusst sind alle Beta-Pictor miteinander verbunden, ein einziger, großer Geist legt also das Handeln eines einzelnen Beta-Pictor fest. Das Individuum hat dabei dennoch volle Kontrolle über sich selbst, "spürt" aber auf der einen Seite seine Aufgaben und Pflichten gegenüber dem Kontinuum (der "Wille" der Gesamtheit der Beta-Pictor) - ebenso wie seine eigenen Gedanken und Ansichten in das Kontinuum einfließen.
Im Kontinuum gibt es keine Hierarchie. Die Existenz eines Einzelnen beruht einzig und allein auf einer bestimmten Aufgabe, für die er erschaffen wurde. Es ist nicht verwunderlich, dass es von daher kein Geld oder kulturelle Aktivitäten gibt, ebensowenig wie Handel: Das Kontinuum verwaltet sich selbst durch Zuteilung von Waren und Informationen. Der Einzelne erhält das notwendige Wissen und die Austattung, um seine Pflicht erfüllen zu können.

Das Kontinuum sorgt dafür, dass es keine Verbrechen oder gar Morde der Beta-Pictor untereinander gibt, es hemmt überhaupt alle starken Gefühle (man bezweifelt, dass sie Liebe oder Hass kennen) und sie treten bei den Menschen gleichgültig und ohne emotionale Regungen auf. Es gibt keine staatlichen Kontrollorgane im terranischen Sinne, noch Ordnungshüter oder Gerichte. Das Kontinuum hat seine eigenen, ungeschriebenen Gesetze, an die sich jeder hält, und da sich die Gesellschaft selbst regiert und steuert, entfallen sämtliche öffentliche/staatliche Einrichtungen, wie sie andere Kulturen kennen.
Alles im Kontinuum ist auf Effizienz angelegt, egal ob es sich um Ressourecennutzung dreht oder um Expansionsaktionen. Vieles ist genau kategorisiert und nach einem Grundnummerierungssystem geordnet, beispielsweise macht sich dies in der Namensgebungen von Planeten, Systemen, Städten und der Beta-Pictor selbst bemerkbar.

Das Kontinuum versklavt gewöhnlich die Bewohner einer unterworfenen Welt, wobei sie die Sklaven nicht schänden oder gar zu Tode prügeln. Die riesigen Mengen der Sklaven bekommen eigene Unterkünfte und werden mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen. Sie bilden das Rückgrat - insbesondere im wirtschaftlichen Sinne - des Kontinuums.
Sklaven betreiben Agrarwirtschaft, arbeiten in Fabriken, bauen Raumschiffe und Wohnblocks. Einige steigen sogar auf und werden zu führenden Köpfen in der Forschung.

[technologie]
Keine andere Kultur beutet so effizient und zugleich umweltschonend die Ressourcen ihrer Planeten aus. Das Kontinuum errechnet genau, wieviel es einem Planeten abverlangen kann, ohne dass er in ein existentielles Chaos stürzt und geräumt werden muss, wie es bei Terra nach der Jahrtausendwende der Fall war.
Hier wird ein wesentlicher Charakterzug der beta-pictorischen Strategie klar: Das Kontinuum arbeitet in Fragen der Selbsterhaltung auf lange Sicht, wenn es um eine Eroberung geht, greift es in riesigen Mengen an und versucht, den Feind mit bloßer Übermacht zu überrollen. Trägt dies keine Früchte, besinnt es sich auf verschiedenste Invasionstaktiken, die es im Laufe der Zeit gesammelt hat. Verluste spielen keine Rolle, da diese innerhalb weniger Wochen ausgeglichen werden können.

Für viele Terraner ist die bedeutsamste Technologie der Beta-Pictor in deren Überlichttechnik zu finden. Beta-pictorischen Antriebe können in Dimensionen vorstoßen, die ein Raumschiff mit 100.000facher Lichtgeschwindigkeit transportieren.
Vor der Nutzung des Faltraums verwendeten die Menschen diese Antriebstechnik ebenfalls, an die sie während des Großen Krieges gelangt waren. Um die enormen Belastungen des entsprechenden Raumes aushalten zu können, sind alle beta-pictorischen Schiffe aus Phoenixmetall gefertigt, einem Material, welches ursprünglich von den Xeracor stammt und als das stabilste Metall überhaupt gilt.

Das Kontinuum gründet sehr stark auf der "Gleichheit von Systemen und Strukturen": Egal ob Raumschiffkontrollen oder Reaktoren, alles ist standardisiert. Sogar die Kolonisierung von Planeten, der Aufbau von Städten oder Raumstationen ist nahezu identisch: Hat man eine beta-pictorische Siedlung gesehen, kennt man sie alle. Sogar die Verteilung von Zentren (Städten, Stationen, Depots) sind gleich gehalten.

Außerdem gilt das Kontinuum als sehr gut in der Gentechnik, vor allem was das Klonen angeht. Schließlich beruht ihre Fortpflanzung auf diesem Prinzip. Mit ihrem Körper einher geht auch die tragbare Waffen- und Alltagstechnik: Waffen oder Scanner "in den Tentakeln" eines Beta-Pictor werden von der Körperenergie des Trägers gespeist. So stellt das Kontinuum unter anderem sicher, dass nur Beta-Pictor die eigene Technik verwenden können.

Dies sind nur Einblicke in den Hintergrund des Kontinuums.

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